Die Fed als Spielverderber

12. April 2022

BASIS-DEPOT: Der Aufschwung unseres Portfolios fand in der zurückliegenden Woche ein jähes Ende. Grund waren vor allem Zinssorgen in den USA

Zu früh gefreut: Vergangene Woche noch wähnten wir das Basis-Depot auf dem Weg zum neuen Allzeithoch. Doch schon kurze Zeit später kehrte Ernüchterung ein. Die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, wird die Zinsen aller Voraussicht nach schneller und weiter erhöhen als bisher angenommen.

Das sorgte vor allem bei unseren US- Aktien für kräftige Rückschläge. Unsere Techwerte Alphabet und Microsoft gaben im Wochenverlauf mehr als acht Prozent ab. Höhere Zinsen würden sich negativ auf den Barwert der Milliardengewinne auswirken, die diese Unternehmen Quartal für Quartal einsacken, heißt es.

Trotzdem zählen wir sie weiterhin zu den Kernpositionen des Portfolios. Auch wenn sie angesichts anziehender Zinsen — schließlich konkurrieren sie inzwischen mit Anleihen um die Gunst der Investoren — nicht mehr ganz so attraktiv erscheinen, werden sie sicher zu den Ersten zählen, die sich nach der Börsenkorrektur wieder auf den Weg nach oben machen. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks liefern beide Unternehmen seit Ausbruch der Corona-Pandemie exzellente Zahlen ab. Ende des Monats ist es wieder so weit. Am 26. April will Alphabet Quartalsergebnisse vorlegen, Microsoft am 28. Dann werden wir wissen, wohin die Reise geht.

Von den Schwankungen des Markts völlig unbeeindruckt, setzen Bayer und Equinor ihren Höhenflug fort. Der halbstaatliche norwegische Öl- und Gaskonzern hat sich inzwischen zur schwersten Position unseres Portfolios entwickelt und sorgt in unsicheren Zeiten ebenso für Stabilität wie der Euwax-Gold-ETC. Ohne diese Lichtblicke wäre der Rückschlag noch höher ausgefallen als 2,9 Prozent.

TRANSAKTIONEN: keine

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